Thomas Regnery

 

 

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Gedanken zum Tagebau in der Eifel

Das Land gehört uns allen und niemals irgendwelchen Einzelpersonen oder Unternehmen. Da dies so ist, kann Land auch nicht beliebig von einzelnen oder wenigen Personen bearbeitet werden. Diese können Land verwalten und Nutzungsrechte erhalten, doch niemals können sie über das Land nach ihrem Willen verfügen und bestimmen. Daher müssen immer alle Belange sämtlicher Interessengruppen berücksichtigt werden.

Mir ist klar, dass die aktuelle Rechtsprechung diese Ansicht nicht unterstützt, doch meine Philosophie ist diese: Das Land ist uralt. Älter als alle Menschen. Es kann nicht als Eigentum erworben werden, weil es niemanden gibt, der dieses Eigentum veräußern könnte. Verwaltungs- und Nutzungsansprüche können durch Bewohnung und Nutzung entstehen, gewiss, aber niemals Eigentumsansprüche, die es einzelnen Menschen erlauben, mit dem Land zu machen, was sie wollen, da jede solche Maßnahme Einfluss auf die Lebensqualität der anderen Menschen hat.

Hier gibt es also verschiedene Interessen: Die Rohstoffgewinnung, den Tourismus und Erholungswert, den Naturschutz und Erhalt von Biotopen und Lebensformen, und es gibt die persönliche Bedeutung und den Erinnerungswert von Menschen, die eine besondere Beziehung zu einem Landschaftsgebiet haben. Wenn wir uns dazu entscheiden, der Rohstoffgewinnung den Vorrang zu geben, dann müssen wir akzeptieren, dass wir Welten zerstören: Nicht nur Tier- und Pflanzenwelten, sondern auch Erfahrungs- und Erlebniswelten, und auch Erinnerungswelten.

Es wird oft argumentiert, dass nach dem Abbau von Basalt und Lava in den verbliebenen Gruben neue Biotope entstehen, dass die Natur sich die Gebiete zurückerobert und daher der entstandene Schaden von alleine wieder gutgemacht werde. Dies ist jedoch so nicht richtig, denn das, was an dieser Stelle zerstört wurde, kommt nicht wieder zurück. Eine Bergkuppe ist ein völlig anderer Lebensraum als eine Grube oder Senke, und die Lebensformen, die zuvor vernichtet und vertrieben wurden, kommen dorthin nicht wieder zurück. Dies tun sie nur, wenn der Berg wieder hergestellt wird. Dies gilt im selben Maße auch für den Erlebnis- und Erholungswert der Menschen. Narben bleiben letztendlich Narben, auch wenn sie verwachsen. Letztendlich bleibt der Verlust vordergründig, und Stück für Stück opfern wir den Wert unserer Heimat, der doch so dauerhaft und nachhaltig sein könnte.

Wir müssen uns entscheiden: Wollen wir den kurzzeitigen Profit? Oder wollen wir die dauerhafte Bewohnbarkeit und Lebensfreundlichkeit unserer Heimat. Im bestimmten Rahmen brauchen wir auch die Rohstoffgewinnung, doch vornehmlich setze ich mich für den Erhalt der Landschaft ein, und ich weiß, wir können es auch erreichen, indem wir beginnen, im Bereich Tourismus die richtigen Denkweisen auszuüben und umzusetzen.

 

 

 

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